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Investition in die Gesundheit

Ein starkes Zeichen für den Gesundheitsschutz seiner Einsatzkräfte will der Feuerwehrverein Groß-Umstadt/Mitte setzen: Mit der Anschaffung und kostenfreien Bereitstellung moderner Hautreinigungsprodukte werde die Einsatzstellenhygiene auf ein neues Niveau gehoben, verlautet vom Verein.

Die eingesetzten Produkte seien speziell für Feuerwehren entwickelt worden und dienten der effektiven Entfernung von gesundheitsgefährdenden Stoffen, die bei Brandeinsätzen entstehen. Im Fokus stehen dabei sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die im Brandrauch enthalten sind und als krebserregend gelten, so die Verantwortlichen. Diese Stoffe könnten über die Haut aufgenommen werden und stellten ein oft unterschätztes Risiko im Feuerwehrdienst dar.

Die von der Firma PakEx entwickelten Reinigungsprodukte ermöglichen eine besonders schonende und zugleich hochwirksame Dekontamination, wie es heißt: Studien und Herstellerangaben zeigten, dass damit mehr als 96 Prozent der PAK von der Haut entfernt werden können. Gleichzeitig werde – anders als bei herkömmlichen Seifen – die natürliche Hautbarriere nicht geschädigt, wodurch eine zusätzliche Aufnahme von Schadstoffen verhindert werden könne. Die spezielle Wirkweise basiere auf mineralischen Bestandteilen, die Schadstoffe binden und so das Eindringen in die Haut verhindern.

„Die Gesundheit unserer Einsatzkräfte hat für uns oberste Priorität“, betont der Vorstand des Feuerwehrvereins. „Mit der Bereitstellung dieser Produkte schaffen wir eine einfache und effektive Möglichkeit, die Belastung durch krebserregende Stoffe unmittelbar nach dem Einsatz deutlich zu reduzieren.“

Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Engagements des Feuerwehrvereins. In den vergangenen vier Jahren wurden mehrere Tausend Euro in die Verbesserung der Einsatzstellenhygiene investiert. Dazu zählen laut Verein unter anderem Ausrüstungsgegenstände zur Schwarz-Weiß-Trennung, Hygienematerialien sowie organisatorische Maßnahmen zur Minimierung von Kontaminationsverschleppung.

Mit der Einführung der neuen Hautreinigungsprodukte werde dieses Hygienekonzept nun konsequent ergänzt, so der Vorstand. Die Reinigung könne direkt an der Einsatzstelle oder im Feuerwehrhaus erfolgen und lasse sich unkompliziert in bestehende Abläufe integrieren.

Die Initiative reihe sich in die zunehmenden Bemühungen von Feuerwehren deutschlandweit ein, das Krebsrisiko im Einsatzdienst aktiv zu reduzieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungswerte zeigten, dass eine konsequente Einsatzhygiene einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Gesunderhaltung der Einsatzkräfte leisten kann.

Der Feuerwehrverein Groß-Umstadt/Mitte unterstreicht mit diesem Schritt erneut seine Verantwortung gegenüber den ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen: „Wer anderen hilft, verdient den bestmöglichen Schutz – auch und gerade vor unsichtbaren Gefahren.“

Bild und Text: Dorschel