Höhensicherungsübung am 11.09.2010

Höhensicherungsübung am 11.09.2010Bei einer außerplanmäßigen Übung trafen sich 10 Kameraden der Feuerwehr Groß-Umstadt/Umstadt, um sich zum Thema Absturzsicherung fortzubilden.

Nach einer kurzen Begrüßung und Erläuterung des Tagesablaufes ging es auch schon los.

Im ersten Schritt wurde Gerätekunde betrieben. Der Gerätesatzabsturzsicherung wurde den Kameraden noch einmal näher gebracht und auf Neuerungen eingegangen. Auch wurden die neuen Gurte für den Gerätesatz, die im nächsten Jahr kommen, schon einmal gezeigt und ausprobiert. Bei den neuen Gurten handelt es sich nicht mehr um Auffanggurte, sondern um Sitzgurte. Diese sind bei einem Sturz aus größeren Höhen wesentlich besser geeignet und schützen die Person besser vor Folgeschäden.

Im praktischen Teil wurde Stationsausbildung betrieben. Eine der wichtigsten Stationen war die Wiederholung der Knoten, da diese den Eckfeiler der Absturzsicherung bilden. Bei einer anderen Station wurde der Sicherungsknoten, mit dem man Personen bei einem Fall mit nur zwei Fingern halten kann, getestet. Hierfür wurde ein Damy aus einer größeren Höhe geworfen um zu zeigen, wie einfach es ist eine Person mit diesem Sicherungsknoten aufzufangen. Bei den letzen beiden Stationen vor dem Mittagessen wurde zu einem das Rollgliss, ein System mit den man Personen sehr leicht ablassen kann, besprochen und gezeigt, wie es an der Schleifkorbtrage zu befestigen ist. Außerdem wurde auf die Sicherung von Personen eingegangen, wenn man mit dem Rollgliss und der Schleifkorbtrage arbeitet. Bei der anderen Station ging es schon etwas in die Höhe. Es galt sich etwas an die Höhe zu gewöhnen und zu sehen bzw. zu fühlen wie es ist, in einem Gurt zu sitzen in 10 bis 15 Meter Höhe. Hierzu wurde die Drehleiter aufgestellt und man musste auf der Rückseite der Leiter hoch klettern. In einer bestimmten Höhe konnte man dann los lassen und sich einfach in der Luft pendeln lassen. Auch wenn man mit zwei Seilen gesichert war, war es trotzdem ein komisches Gefühl los zulassen und frei in der Luft zu pendeln.

Nach der Stationsausbildung kam erst einmal das Mittagessen. Hier gab es Nudelsalat mit Würstchen und Baguette. An dieser Stelle gilt dem Feuerwehrverein Danke zu sagen, da dieser das Essen und Trinken für diese Übung übernommen hat.

Gut gestärkt nach dem Mittagessen ging es zum zweiten praktischen Teil. Jetzt ging es um das Kerngeschäft der Absturzsicherung, den Vorstieg. Der Vorstieg ist das gesicherte Besteigen z.B. eines Daches. Hierbei hat man zwei Sicherungen, zum ersten seine Hände und zum zweiten ein Seil und mehrere Zwischensicherungen. Um den Vorstig durchzuführen, begab man sich an einen Baukran der 27 m mist. In zwei Gruppen übte man den Horizontalen und Vertikalen Vorstig. Beim Horziontalen Vorstieg begab man sich auf 27m Höhe und ging den Krahnausleger entlang. Hierbei mussten in bestimmten Abständen Sicherungen gesetzt werden. Beim Vertikalen Vorstieg ist man den Kran an der Seite hoch gestiegen. Dies war ganz schön Kräfte raubend, aber auch hier musste man natürlich Zwischensicherungen setzen.

Nachdem auch für die Teilnehmer der Vorstieg reibungslos geklappt hatte, begab man sich wieder ins Feuerwehrhaus um das Material zu prüfen und es für den nächsten Einsatz wieder bereit zu machen. Auf jeden Fall haben die Teilnehmer ihre Kenntniss,e die sie in einem Seminar einmal erworben haben, wieder mit sehr viel Spaß aufgefrischt.

Christian Karn
Freiwillige Feuerwehr Groß-Umstadt/Mitte


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