Überörtliche Hochwasserhilfe

Am Montagmorgen (3. Juni) erhielt das Land Hessen ein offizielles Hilfeersuchen des Landes Sachsen. Daraufhin entsendete Innenminister Boris Rhein nach Absprache mit den Landkreisen zur Unterstützung der Hochwasserbekämpfung 600 hessische Feuerwehrleute nach Sachsen.

Darunter befanden sich auch Teile der stationierten Katastrophenzüge aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Das im letzten Jahr angeschaffte Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Hochwasserschutz aus Groß-Umstadt/Mitte sowie das Löschfahrzeug aus Richen wurde nach dem Hilfeersuchen durch zwei Einsatzkräfte aus Groß-Umstadt/Mitte sowie acht Einsatzkräfte aus Richen und Semd besetzt, so dass man bereits um 18 Uhr die Einsatzbereitschaft herstellen konnte.

Die Abfahrt des ersten Zuges wurde auf Dienstagfrüh, 5 Uhr festgesetzt. Neben Groß-Umstadt waren auch Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus Babenhausen und Dieburg mit integriert.

Nach Ankunft am Nachmittag in Dresden wurde das Lager an der Technischen Universität Dresden in einer Turnhalle bezogen und die Einsatzbereitschaft gegenüber der örtlichen Einsatzleitung kommuniziert. Aufgrund verschiedener Umstände wurden die Einsatzkräfte allerdings erst am Mittwochnachmittag zu einer ersten Unterstützung in ein Kieswerk bestellt. Nach rund zwei Stunden war dieser Einsatz auch schon wieder beendet.
Am Donnerstag ging es zur Dammsicherung flussabwärts an die bedrohlich wirkende Elbe in den Landkreis Meißen. Ein Damm, der eigentlich für einen Pegelstand von bis zu 8 Meter ausgelegt war, wurde durch rund 200 Einsatzkräfte und Freiwillige auf 9,50 Meter erhöht. Sickerwasser wurde mithilfe der mitgebrachten Pumpen erfolgreich abgepumpt. Fazit: Die Arbeit hat sich gelohnt, denn der Damm konnte bis heute dem enormen Wasserdruck der Elbe standhalten und somit die Existenzen der Anwohner sichern.
Am Freitag ging es für Teile der Einsatzkräfte zu einem Hebewerk, wo ebenfalls Pumptätigkeiten gefragt waren. Am Samstagmorgen trat man die Heimreise an und wurde durch Züge aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis ersetzt.

Als Resümee der überörtlichen Hochwasserhilfe muss folgendes gesagt werden: Die Bevölkerung (darunter die zahlreichen freiwilligen Helfer) waren immer glücklich, wenn sie durch die Helfer aus Hessen unterstützt wurden. Leider war es aber nicht einfach, die Hilfe auch konsequent bei den Betroffenen einzubringen, denn die örtliche Einsatzleitung entschied über den Einsatz der Kräfte, auch wenn man auf Weisung des Landes Sachsen vor Ort war. So konnte man zufrieden sein, zumindest zeitweise helfen zu können, war aber auch enttäuscht, dass die Hilfe nicht durchgängig angenommen wurde.

Zum Empfang am vergangenen Samstagnachmittag traf auch der Landtagskandidat Oliver Schröbel ein und drückte den freiwilligen Helfern seine Anerkennung aus.

- Offizielle Pressemeldung des Landes Hessen vom 03.06.2013
- Audio-Beitrag Hessischer Rundfunk vomm 04.06.2013 (Interview mit einem Sprecher der Feuerwehren Marburg-Biedenkopf)
- Fernsehbeitrag HR-Fernsehen vom 05.06.2013
- Zeitungsbeitrag Darmstädter Echo vom 05.06.2013
- Zeitungsbeitrag Darmstädter Echo vom 06.06.2013
- Fernsehbeitrag HR-Fernsehen vom 06.06.2013
- Zeitungsbeitrag Darmstädter Echo vom 07.06.2013
- Fernsehbeitrag MDR Fernsehen vom 07.06.2013 (16 Uhr Sendung)

Thomas Neumann
Pressesprecher

 

[ zurück ]