Großübung der Feuerwehr der Stadt Groß-Umstadt am 23.08.2009

Zu einem Gefahrguteinsatz mit Personen in Gefahr wurden im Rahmen einer zentralen Übungsveranstaltung die Feuerwehr der Stadt Groß-Umstadt mit den Stadtteilen Heubach, Kleestadt, Klein-Umstadt, Richen, Semd, Umstadt und Wiebelsbach zusammen mit dem 1. Gefahrstoffzug des Landkreises Darmstadt-Dieburg alarmiert.

In der Hauptstelle der Sparkasse Dieburg in Groß-Umstadt kamen nach einem Anthrax-Anschlag mehrere Personen mit einem gefährlichen, weißen Pulver in Berührung. Es bestand die Gefahr, dass diese sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Anthrax oder der sogenannte Milzbrand gilt als Infektionskrankheit, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Im Herbst 2001 wurden in den Vereinigten Staaten Briefe mit Milzbranderregern an Regierungsstellen und hohe Politiker verschickt.

Im Laufe der Übung wurde festgestellt, dass sich das weiße Pulver über die Lüftungsanlage im gesamten Gebäude der Sparkasse verteilt hatte. Mehrere Personen wären laut Hausmeister noch im Gebäude.

Unmittelbar vor dem Sparkassengebäude wurde eine Verletzten- und Dekontaminationsstelle eingerichtet, um alle geretteten Personen (rund 20) von möglichen Erregern zu säubern. In diesem Zusammenhang wurde für die Gesamtdauer der Übung die Carlo-Mierendorff-Straße und Ecke Mühlstraße/St.-Péray-Straße für den Straßenverkehr gesperrt. Die Lüftungsanlage wurde ausgeschaltet und Proben des Pulvers zur weiteren Untersuchung aufgenommen.

In die Übung waren inklusive Verletztendarsteller (Jugendfeuerwehr) und Sicherheitsbeauftragte der Sparkasse rund 130 Personen eingebunden.

Unser Dankeschön gilt in erster Linie der Sparkasse Dieburg, die uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Ein weiteres Dankeschön an das Eiscafé Tivoli für ihre großzügige Versorgung der Einsatzkräfte im Anschluss an die Übung.

Für die verkehrstechnischen und akustischen Beeinträchtigungen an diesem frühen Sonntagmorgen möchte die Feuerwehr der Stadt Groß-Umstadt um Verständnis bitten, da solche realitätsgetreue Übungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden müssen, um auch im Ernstfall gut gerüstet zu sein.

Thomas Neumann
Pressesprecher

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