Feuerwehr probt Ernstfall

Übung in der OWG am 1.11.2011"Kellerbrand in der Odenwälder Winzergenossenschaft"! So lautete der Übungsbefehl, den die freiwilligen Kräfte der Feuerwehr Groß-Umstadt/Mitte am vergangenen Dienstag am Feuerwehrgerätehaus erhielten.

Sofort rückte man mit den Fahrzeugen bei der Genossenschaft im Riegelgartenweg an.

Vor Ort stand bereits der wild gestikulierende Geschäftsführer Oliver Schröbel und schilderte, dass sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs noch zwei Mitarbeiter im Gebäude aufgehalten haben. Einer von ihnen konnte er zwischenzeitlich verletzt auf einem Vordach im Obergeschoss auf der Gebäuderückseite ausmachen, der Andere säuberte zuletzt einen Tank im Obergeschoss.

Schnell wurden unter Übungsleiter und Zugführer Joachim Rausch erste, gezielte Maßnahmen ergriffen. So wurde die Drehleiter zur Menschenrettung an die Gebäuderückseite, das Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) ebenfalls zur Menschenrettung an die Gebäudevorderseite und das Löschgruppenfahrzeug (LF 16) zur Brandbekämpfung an die Gebäudevorderseite beordert.



Die Besatzung des LF 8/6 rüstete sich aus und ging zunächst mit einem Trupp (2 Personen) in das Gebäude, um nach dem Tank zu suchen, in dem der vermisste Mitarbeiter zuletzt gesehen wurde. Der besagte Tank wurde nach intensiver aber dennoch kurzer Suche gefunden und auch die vermisste Person konnte ausfindig gemacht werden. Der Mitarbeiter lag bewusstlos durch Rauch- und Gärgase im Tankinneren. Durch Abrüstung der eigenen Ausrüstung und Unterstützung durch einen weiteren Trupp konnte die Person gerettet und ins Freie befördert werden.

Währenddessen hatte es die Besatzung der Drehleiter nur unwesentlich leichter. Die vermisste und verletzte Person lag auf einem Flachdach auf der Gebäuderückseite, welches nur mit Hilfe der Drehleiter erreichbar war. Die schmale Einfahrt und der enge Parkplatz forderte zusätzlich zur Brisanz der Menschenrettung. Auch hier konnte nach kurzer Zeit das Retten der Person vermeldet werden.

Aus dem LF 16, welches zur Brandbekämpfung eingesetzt war, rüstete sich ein Trupp aus, um in das Gebäude vorzugehen. Die schlechte Sicht durch den Brandrauch erschwerte den Gang ins Gebäudeinnere. Da das Feuer tief im Keller ausbrach, hatte man mit den Schlauchreserven zu kämpfen, konnte aber auch hier eine positive Rückmeldung vermelden.

Alles in Allem eine gut gelungene Übung. Die tiefen und teilweise verwinkelten Räumlichkeiten waren eine Herausforderung für die Wehrleute. Unser besonderer Dank gilt dem Geschäftsführer Oliver Schröbel sowie dem Vorstand der Odenwälder Winzergenossenschaft für die freundliche Unterstützung und für den schönen Ausklang mit leckerem Federweißen, Wurstbrot und Spundekäse.


Thomas Neumann
Pressesprecher FF Groß-Umstadt 

 

[ zurück ]