100 Euro für 10 Jahre Feuerwehr

GruppenbildMitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Hessen erhalten künftig nach zehn Jahren 100 Euro.

Mit dieser neuen Prämie würdigt die Landesregierung den ehrenamtlichen Einsatz auch finanziell - und hofft auf mehr Nachwuchs.

"Mit dieser Prämie stellen wir das langjährige ehrenamtliche Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren für die Gesellschaft und ihren Dienst am Nächsten heraus", sagte Innenminister Boris Rhein (CDU) am Dienstag nach dem Kabinettsbeschluss in Wiesbaden. Insgesamt 500.000 Euro stellt das Land bereit. Voraussetzung für den Erhalt der gestaffelten Prämie ist eine aktive Dienstzeit in einer Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr.

So gibt es nach zehn Jahren Dienstzeit einmalig 100 Euro bis hin zu 1.000 Euro für 40 Jahre. Damit will die Landesregierung die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute würdigen, aber auch den Feuerwehrdienst attraktiver machen. Denn die Zahl aktiver Mitglieder ist rückläufig.

Mit Blick auf diese Entwicklung hatte der Hessische Feuerverband bereits seit längerem eine Form der Anerkennung gefordert. "In ganz Hessen gibt es überwiegend Freiwillige Feuerwehren – also Menschen, die neben ihrem alltäglichen Leben sich für die Feuerwehr stark machen", betont Brandinspektor Christian Sasser vom Werra-Meißner-Kreis. Er freut sich über den Beschluss des Kabinetts: "So eine Prämie ist zwar eine kleine Anerkennung, aber wenigstens eine Anerkennung für ihre Arbeit, die sie manchmal Stunden lang verichten", so Sasser.

Hinzu kommt, dass in vielen Regionen wie im Werra-Meißner-Kreis es keine Berufsfeuerwehr gibt. Entsprechend müssen die Freiwilligen Feuerwehren meist große Gebiete betreuen. Neue aktive Feuerwehrleute werden vor allem aus den Kinder- und Jugendwehren geworben. Doch gerade auf dem Land wollen viele junge Leute nach der Schule woanders hin, um zu studieren oder einen Beruf zu erlernen.

Die Regelung für die Anerkennungsprämie gilt rückwirkend ab dem 1. Januar diesen Jahres. Anträge können von den Kommunen nach Veröffentlichung des Erlasses im Staatsanzeiger bei den Regierungspräsidien gestellt werden. Erlass und Antrag werden auf der Homepage des Innenministeriums veröffentlicht.

Quelle: hr-online.de