Wohnhausbrand am 29.11.2007

Brennt WohnhausZu einem gemeldeten Wohnhausbrand mit mehreren vermissten Personen kam es in der Nacht zu Freitag, 30.11.2007 gegen 23:50 Uhr in Groß-Umstadt.

Die Feuerwehren aus Groß-Umstadt/Mitte, Groß-Umstadt/Richen und Dieburg wurden zu der Einsatzstelle in der Groß-Umstädter Hackersiedlung gerufen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vom Rettungsdienst nach ca. drei Minuten, stand das Wohngebäude samt Büroanbau bereits im Vollbrand. Zwei Personen wurden zu dieser Zeit noch als vermisst gemeldet. Ein Vorgehen der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz gestaltete sich sehr schwierig, da das Gebäude bereits extrem verraucht war. Die enorme Flammen- und Hitzeentwicklung zwang zunächst zum Rückzug, bevor man mithilfe von Leitern direkt über Fenster in das Obergeschoss vordringen konnte. Dabei wurde nach einer schwierigen Suche eine 65-jährige Frau und ihr 38-jähriger behinderter Sohn nur noch tot aus dem Gebäude geborgen. Der 67-jährige Hausbesitzer wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Rund 70 Einsatzkräfte verhinderten ein Ausbreiten des Feuers auf direkt angeschlossene Nachbargebäude. Gegen ein Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Ein Feuerwehrmann verletzte sich im Einsatz leicht.

Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde die Feuerwehr Münster mit ihrem Gelenkmast nachalarmiert. Von Seiten des Rettungsdienstes standen neben dem DRK OV Groß-Umstadt, mehrere Rettungswagen, Notärzte und der Organisatorische Leiter zur Verfügung. Des weiteren waren Notfallseelsorger, die Bundes-, Kriminal- und Bereitschaftspolizei sowie der Kreisbrandinspektor der Feuerwehr vor Ort.

Die Lösch- und Aufräumarbeiten zogen sich bis in den späten Vormittag hinein. Die Feuerwehr Groß-Umstadt/Richen stellte die Brandwache an der Einsatzstelle. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von ca. 400.000 Euro. Durch Beamte des Fachkommissariates wurden die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Die Brandursache ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen technischen Defekt im hinteren Bereich des Büroanbaus, speziell auf einen laufenden Computer, zurück zu führen.

Am Freitagabend unmittelbar nach dem Einsatz wurde kurzfristig eine feuerwehrinterne Sitzung mit dem Notfallseelsorger Winfried Steinhaus zur besseren Nachbereitung des Erlebten einberufen.

Den Angehörigen dieser Tragödie gilt in dieser schweren Zeit unser tiefstes Mitgefühl!!!

Thomas Neumann
Pressesprecher

[ zurück ]